Curriculum Psychotraumatologie 2010
16.01. – 17.01.2010
Grundlagen der Psychotraumatologie und Psychohygiene für Therapeuten, 16 UE
Sa von 10 bis 18 Uhr, So von 9 bis 17 Uhr
mit Dipl.-Psych. Barbara Kalinowski, Dr. med. Hans H. Melbeck, Dr. med. Ortwin Lüers
Das Seminar bietet eine Einführung in die allgemeine und spezielle Psychotraumatologie. Orientierende Stichworte zum Inhalt: Akute und komplexe Traumafolgestörungen, Dissoziation, Pathogenetische Modelle, Diagnoseinstrumente, Behandlungsplan, Überblick über traumaspezifische Behandlungsverfahren, Abgrenzung traumazentrierte Psychotherapie und Beratung.
Neurobiologie, Besonderheiten des Traumagedächtnisses, Komorbidität, medikamentöse Behandlung, Stressphysiologie bei traumatischen Ereignissen, juristische Grundkenntnisse z.B. über Kostenträger (Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungsträger, Landesspezifische Opferschutz-Gesetze (OEG, GewSchG).
Traumatherapeuten sind in ihrer Arbeit hohen Belastungen ausgesetzt (sekundäre Traumatisierung). Ein Block des Seminars beschäftigt sich mit Möglichkeiten, diesem Berufsrisiko einzeln und in Gemeinschaft zu begegnen.
26.-28.03.2010
Stabilisierung und Affektregulation, 20 UE
Fr von 17. -19.30 Uhr, Sa von 10 – 19 Uhr; So von 9 – 17 Uhr
mit Dipl.-Psych. Dagmar Eckers
Ressourcenorientierung und Stabilisierung in der Therapieeingangsphase und therapiebegleitend über “inneren sicheren Ort”, “Tresor” und weitere imaginative Übungen, Ressourcen und Traumadiagramm, Therapieverträge (auch mit inneren Anteilen), Reorientierung aus Flashbacks, kognitive Neubewertung der traumatischen Geschichte.
08.-09.05.2010
Verhaltenstherapie als Traumabearbeitendes Verfahren und Krisenintervention nach Belastunssituation, 16 UE
Sa von 10 bis 18 Uhr, So von 9 bis 17 Uhr
mit Dipl.-Psych. Barbara Kalinowski, Dipl.-Päd. Gerald Manthei, Dipl.-Psych. Jens Gräbener
Darstellung eines verhaltenstherapeutischen Pathogenesemodells, Psychoedukation, Überblick über verhaltenstherapeutische Interventionen in der Behandlung der PTBS, Indikation und Durchführung von Expositionen in sensu und in vivo, Arbeit an den Kognitionen, Übungen zur Umsetzung der vorgestellten Interventionen. Die Acceptance and Committment Therapy (nach Hayes, Strohal & Wilson 2002) wird als humanistischer kognitiv-behavioraler Ansatz vorgestellt.
Im Kriseninterventionsteil geht es um den Umgang mit suizidalen Patienten und um Erstversorgung nach Traumatisierung am Arbeitsplatz am Beispiel der Berliner Feuerwehr.
26.-27.06.2010
Screen-Technik I, 16 UE
Sa von 10 bis 18 Uhr, So von 9 bis 17 Uhr
mit Dr. med. Lutz Besser
Screentechnik kann als imaginatives Verfahren entweder zur Förderung von Ressourcen oder zur kontrollierten Traumaverarbeitung eingesetzt werden. Auf einem imaginären Bildschirm können Erinnerungen distanziert auf unterschiedlichen Kanälen wahrgenommen und zunehmend integrierter verarbeitet werden. Entlang eines systematischen Protokolls sollen die Traumafragmente wieder zusammengefügt werden.
28. – 29.08.2010
Trauma- Dissoziation-Persönlichkeitsstörung, Behandlung komplexer PTBS, 16 UE
Sa von 10 bis 18 Uhr, So von 9 bis 17 Uhr
mit Helga Matthess
Es geht um typische Bewältigungsstörungen (PTBS und dissoziative Störungen) von Traumata, insbesondere körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt in der Kindheit, starke dissoziative Zustände bis hin zur dissoziativen Identitätsstörung D.I.S. Ziel ist es, praxisnah und theoretisch diese Phänomene zu verstehen, unseren diagnostischen Blick zu schärfen und Stadien der Traumaarbeit kennenzulernen.
20.-21.11-2010
Akuttraumatisierung und Sucht, 16 UE
Sa von 10 bis 18 Uhr, So von 9 bis 17 Uhr
mit Dr. med. Michael Hase
Phasenverlauf und Erscheinungsbilder akuter Traumatisierungen, traumaspezifische Krisenintervention, Behandlung von akuter Belastungsstörung, Zusammenhang Traumafolgen und Substanzabhängigkeit, Manual zur Suchtbehandlung.
30.-31.10.2010
Aufbauseminar : Trauma – Dissoziation – Persönlichkeitsstörung, behandlung komplexer PTBS
18. – 19. 12. 2010
Aufbauseminar: Screen-Technik II, 16 UE
Sa von 10 bis 18 Uhr, So von 9 bis 17 Uhr
mit Dr. med. Lutz Besser
Fortsetzung und Vertiefung des Workshops Screen-Technik I mit Live- oder Videodemonstration und Praktikumsteil zum Erproben und Einüben in Kleingruppen.